„Trabajo y diversión en Sevilla“ – Arbeit und Vergnügen in Sevilla

Schülerinnen und Schüler der IB Schulen Eislingen qualifizierten sich im Rahmen des Programms „Lernort Mobilität“ von Erasmus+ für Praktika in Sevilla.

Nachdem sie Motivationsschreiben und englische Lebensläufe erstellt hatten sowie via Skype mit der Partnerorganisation in Sevilla über ihre Interessen und Vorstellungen gesprochen hatten, hatten sieben Schülerinnen und Schüler der Berufskollegs das Glück, dass die Partnerorganisation für sie passende Praktikaplätze und Übernachtungsmöglichkeiten suchte.

Mitte Oktober startete dann die mit Spannung erwartete dreiwöchige Spanienreise. Eine Lehrkraft begleitete die Schülerinnen und Schüler, da vier von ihnen noch minderjährig waren. Im Zentrum von Sevilla hatten die Schülerinnen und Schüler jeweils zu zweit oder zu dritt eine kleine Wohnung.

Am ersten Morgen fand auf dem zentralen Plaza Nueva ein Treffen mit der spanischen Partnerorganisation statt und alle Schülerinnen und Schüler wurden zu ihren Praktikaplätzen begleitet, wo sie weitere Informationen zu ihrer Arbeit, den Arbeitszeiten, der Arbeitskleidung und dem Anfahrtsweg erhielten.

Eine Schülerin machte ihr Praktikum in einem alt ehrwürdigen Hotel im Barrio Santa Cruz von Sevilla. Sie half an der Rezeption aus und konnte mit ihren guten Fremdsprachenkenntnissen Gästen des Hotels die Räumlichkeiten zeigen und Tipps für den Aufenthalt in Sevilla geben.

Eine andere Schülerin war in einer Tierarztpraxis, an die ein Hundesalon angeschlossen war. So konnte die Schülerin auch Hunde waschen und z. B. Krallen schneiden, was sich als eine herausfordernde Tätigkeit herausstellte, da an einem Vormittag immerhin ca. 13 Hunde „frisiert“ wurden.

Eine Tanz- und Kunstschule bot für eine weitere Schülerin einen Praktikumsplatz an. Vom Nachmittag bis zum Abend unterstützte die Schülerin die Lehrkräfte: Sie assistierte im Schauspiel-, Kindertanz- und Breakdance-Unterricht und half unter anderem einem blinden Schüler bei der Teilnahme. Begeistert sagte die Schülerin beim Abschlussgespräch: „Am liebsten würde ich hier bleiben; ich glaube, ich habe meinen Traumberuf gefunden.“

Eine Schülerin und zwei Schüler konnten ihre technischen Interessen in unterschiedlichen Computergeschäften und Elektrofachmärkten einbringen: Sie haben PCs und Laptops repariert, neu aufgesetzt, Software aufgespielt, Daten transferiert und weitere Kundenwünsche erfüllt. Dank moderner Übersetzungsmöglichkeiten konnten die Praktikanten auch ohne weitreichende Spanischkenntnisse diese Aufgaben bestens meistern.

Ein Schüler konnte sein Praktikum in einem Entwicklerstudio für Computerspiele machen, das Schauplätze in Sevilla und religiöse Traditionen Spaniens wie die Osterprozessionen beinhaltet und das weltweit gespielt werden kann. Der Praktikant konnte das Spiel testen und auf Fehlersuche gehen und an der Entwicklung von Updates und Merchandising-Produkten mitarbeiten.

Neben der täglichen Arbeit konnten die Schülerinnen und Schüler auch die Hauptstadt Andalusiens kennenlernen. Sie haben beispielsweise die fünfschiffige Kathedrale, die zu den größten der Welt zählt, und den Palast Real Alcazar, der im Mudejarstil erschaffen wurde und auch ein Drehort für Szenen der Fernsehserie `Game of Thrones´ war, besichtigt und bewundert.

Auch das Genießen des Lebens kam nicht zu kurz: Maßgeblich dazu beigetragen haben die spanischen kulinarischen Köstlichkeiten wie „Churros con Chocolate“, „Paella“, „Tapas“ und die leckeren „Bocadillos“ sowie insbesondere ein Ausflug ans Meer.

Besonders gelobt wurde das Nahverkehrssystem in Sevilla, das sehr günstig und gut ausgebaut ist. Bemerkenswert ist, dass alle Taxis Hybridfahrzeuge sind.

In diesen drei Wochen konnten sich die Teilnehmenden dieses Erasmus+ Programms viele Fähigkeiten aneignen, indem sie ihren Alltag selbständig gestalten mussten und sich in einer fremden Sprache am Arbeitsplatz beweisen mussten.

Die Schülerinnen und Schüler haben die Zeit als sehr positiv wahrgenommen, waren mit den Praktikumsplätzen sehr zufrieden und sind auch stolz darauf, dass sie von den jeweiligen Vorgesetzten zumeist sehr gute Beurteilungen über ihre Arbeitsqualitäten erhalten haben. Die eine oder der andere dürften ihrem Berufswunsch ein Stückchen näher gekommen sein.

Alle haben – auch dank der guten Vorbereitung und Durchführung des Aufenthalts durch die Partnerorganisation – eine unvergessliche Zeit erlebt.

(Windisch/Sabor)