Vor einem Jahr haben 20 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ihre deutsche Schulkarriere mit dem Vorqualifizierungsjahr Arbeit und Beruf beim Internationalen Bund in Eislingen begonnen.
Grund genug mit den Schülern über ihre Erfahrungen in diesem Jahr zu sprechen.

Viele sind nach ihrer Überfahrt von Afrika nach Griechenland mit dem Zug in Salach gelandet. Nach ihrem ersten sehr kalten Winter haben sie sich inzwischen an die deutschen Temperaturen gewöhnt und sich eingelebt.
Gerne gehen die Jungs in die Schule: Sie finden den Unterricht „perfekt“, „wichtig für mich“, „gut ist, dass ich sprechen muss“, „gut dass die Schule um 8 Uhr beginnt“. Fast alle in der Klasse sind sehr motiviert und fleißig, denn ihre Zukunft hängt davon ab, ein gewisses Sprachniveau zu erreichen und eventuell einen deutschen Schulabschluss zu erwerben.
Die meisten der jungen Afrikaner spielen inzwischen in einem Fußballverein und haben neben der Schule tolle Praktikumsstellen gefunden z.B. als Koch, Zimmermann, Schreiner, Maler oder Elektriker.
Auf die Frage was gut in Deutschland ist, sagen sie: „die freundlichen Menschen“ und „die Sicherheit“. Was ihnen noch fehlt ist das Gefühl der Zugehörigkeit. Für die jungen Afrikaner bedeutet Demokratie „Frieden“ und „Freiheit“ und dass „man sagen kann, was man denkt“.

Danke sagen möchten sie „Frau Merkel, „den Lehrern und Lehrerinnen“ und nicht zuletzt „Gott“!

Svenja Windisch
Schulleitung